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Regenfälle in Kenia gehen weiter

„Der Bedarf an Hilfe ist groß“

Regenfälle in Kenia gehen weiter

26.11.2019 Von Sebastian Zausch

Das Wasser steht zum Teil hüfthoch auf den Feldern. Die Ernte ist zerstört. Foto:humedica
Das Wasser steht zum Teil hüfthoch auf den Feldern. Die Ernte ist zerstört. Foto:humedica

„Es ist gut, dass wir da sind. Der Bedarf an Hilfe ist groß“, sagt Natascha Gegg. Sie ist Koordinatorin unseres Einsatzteams, das derzeit in Kenia den Opfern der Flutkatastrophe hilft. Langanhaltende Regenfälle haben das Horn von Afrika in große Wasserflächen verwandelt. Mehr als 2,5 Millionen Menschen in Somalia, Südsudan, Äthiopien, Kenia und den angrenzenden Ländern sind betroffen. Erst am Wochenende kamen mehr als 50 Menschen bei Erdrutschen im Norden Kenias ums Leben.

Und es regnet weiter, berichtet unser Team. Überall steht das Wasser. Straßen und Häuser wurden weggespült. Erst vor ein paar Tagen ist ein Kind in einem Krankenwagen gestorben, weil dieser einfach zu lange gebraucht hat“, erzählt uns das Team. Immer wieder bleiben Autos im Matsch stecken. Auch die humedicaner müssen Umwege fahren, weil Wege nicht passierbar sind.

Im schlammigen Boden Kenias ist ein Durchkommen mit dem Auto für unser Team schwierig. Foto:humedica
Im schlammigen Boden Kenias ist ein Durchkommen mit dem Auto für unser Team schwierig. Foto:humedica

Gemeinsam mit unserem Partner World Concern ist das humedica -Team im Delta des Tana-River unterwegs, hilft mit dem Nötigsten – und Moskitonetzen. „Ich hätte nicht gedacht, dass der Bedarf an Moskitonetzen so groß ist“, sagt Matthias Gerloff, ebenfalls für humedica in Kenia im Einsatz.

Im Dorf Bandi machen sie Halt. Eine Schule dient als mobile Klinik. Die Häuser hier stehen zwar noch, sind aber nach wie vor teilweise überschwemmt und stark einsturzgefährdet. Ein Mann erzählt, dass er seine Tiere 80 km weit weg bringen musste, um sie gegen die drohende Fußfäule zu schützen. Auch eine drohende Ziegenpneumonie macht Angst und droht den Bauern die Lebensgrundlage zu entziehen.

Wie unser Team in Bandi hilft, sehen Sie im Video:

„Menschen, die vorher schon nichts hatten, haben jetzt überhaupt nichts mehr“, sagt Natascha Gegg. Hinzu kommt eine schlechte Gesundheitsversorgung. Die Menschen sind krank“, berichtet Natascha. Auch Malaria ist ein Thema. Die Angst vor Seuchen ist groß.

Natascha Gegg im Einsatz im kenianischen Bandi. Foto:humedica
Natascha Gegg im Einsatz im kenianischen Bandi. Foto:humedica

Quelle: https://humedica.togis.com/berichte/2019/humedica-hilft-in-kenia/index_ger.html