Übergangshilfe für syrische Kriegsflüchtlinge und bedürftige Libanesen
Der verheerende Bürgerkrieg in Syrien und die daraus resultierende humanitäre Krise belasten den Libanon seit 2011 stark. In weniger als fünf Jahren ist die Bevölkerung durch den Zustrom an syrischen Flüchtlingen um 28 Prozent gewachsen. Für den kleinen Staat, mit geschätzten vier Millionen Staatsbürgern, stellen die knapp eine Million syrische Flüchtlinge eine enorme Belastung dar: Etwa 30 Prozent der Libanesen sowie 76 Prozent der syrischen Flüchtlinge leben derzeit unterhalb der Armutsgrenze.
Die Infrastruktur im Libanon leidet unter diesen Zuständen sehr. Besonders stark betroffen sind hierbei die Bereiche Wasser- und Elektrizitätsversorgung sowie insbesondere der Gesundheitssektor. Viele Einrichtungen des libanesischen Gesundheitssystems sind stark überlastet. Besonders deutlich zeigt sich die medizinische Notlage in der Bekaa-Region, in der es aktuell rund 3.300 sogenannte informelle Zeltsiedlungen gibt.
Die Übergangshilfe, die humedica durch die Förderung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) im Libanon umsetzt, fokussiert sich daher auf den Aufbau und die Stärkung lokaler Strukturen in der Region. Neben der Unterstützung von bestehenden Gesundheitszentren übernimmt humedica durch eine mobile Klinik auch die basismedizinische Versorgung in unterversorgten Gebieten. Zudem werden gezielt Maßnahmen zur Stärkung der psychischen Gesundheit und zur Aufklärung hinsichtlich sozialmedizinischer Themen umgesetzt.
Berichte zu diesem Projekt (3)
Tag des Flüchtlings
Hintergrund 2019-09-27
Auf der Flucht - vor Krieg, Hunger und Bildungsarmut
Projektgeschichten 2019-06-20
Flüchtlingskrise Syrien: Hilfe für geflüchtete Menschen im Libanon
Reportage 2019-05-31