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Projekt Niger

Hungerhilfe Niger 2005

Hilfsgüterverteilung Medizinische Not- und Katastrophenhilfe

Zeitraum

Aug. 2005 - Mär. 2006

Aktivitäten
  • Verteilung von Lebensmitteln
  • Versorgung von Unter- und Mangelernährten
  • Basismedizinische Versorgung
  • Ausbildung von einheimischem Personal
Partner

Kindernothilfe e.V., Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland, Helfende Hände e.V., Paramed e.V., Hosanna Institute du Sahel, World Food Programme (WFP), ABC-ecologie, Cellule de Crise Alimentaire, Médicos Sin Fronteras (MSF-Spanien), Operation Blessing, Apotheker helfen e.V.

Eine monatelang andauernde Dürre, Heuschreckenplagen und eine mangelnde Resonanz der Weltöffentlichkeit auf frühe Warnungen vor einer Krise führten im Jahr 2005 zu einer schweren Hungersnot im westafrikanischen Niger.

Millionen Menschen waren akut betroffen, hunderttausende Kinder vom Hungertod bedroht.

Von der Basis in Bani Bangou aus, etwa 250 Kilometer von der Hauptstadt Niamey entfernt, errichtete humedica im Departement Ouallam ein Ernährungszentrum, um den Hungernden zu Hilfe zu kommen.

Ziel war es, mit lebensrettender hochkalorischer Zusatznahrung für die stark gefährdete oder betroffene Gruppe der Kleinkinder unter fünf Jahren und der Verteilung von Lebensmitteln, wie Hirse, Bohnen und Öl, das Überleben der Bevölkerung im Projektgebiet bis zur nächsten Ernte und darüber hinaus sicherzustellen.

Über 9.000 Kinder und unzählige Babys und Kleinkinder konnten so von unseren insgesamt zehn medizinischen Teams im Einsatz behandelt und vor dem Hungertod bewahrt werden.

Zusätzlich richtete humedica eine Ambulanz und mobile Kliniken ein, in denen die humedica-Ärzte und Pflegekräfte über mehrere Wochen Patienten basismedizinisch versorgen konnten.

Die medizinische Arbeit von humedica, sowie ein Programm zur Schwangerenbetreuung trugen erheblich dazu bei, das Risiko eines Ausbruchs von epidemischen Krankheiten und der Ausbreitung von Unter- und Mangelernährung zu verringern.

Einheimische Mitarbeiter wurden geschult, um die Betreuung der Bedürftigen eigenständig durchführen zu können und somit eine langfristige Versorgung zu gewährleisten.

An unsere Hungerhilfe schloss sich ein weiteres wichtiges Projekt zur Unterstützung der Bevölkerung in der Region an, das bis heute im Gange ist.

Eine humedica-Mutter-Kind-Klinik mit Ernährungszentrum wurde in den kommenden Jahren im Distrikt Kollo zur Versorgung von unterernährten Kindern und zur Beratung von Müttern aufgebaut.

Quelle: https://humedica.togis.com/projekte/niger/hungerhilfe-niger-2005/index_ger.html

Berichte zu diesem Projekt (2)

Gesundheitsrisiko Nummer eins ist Hunger

2010-06-04

Niger: Ziel erreicht!

2006-05-01