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Projekt Sudan

Flüchtlingshilfe Darfur

Hilfsgüterverteilung Internationale Langzeitprojekte Medizinische Not- und Katastrophenhilfe

Zeitraum

Aug. 2004 - Jun. 2010

Aktivitäten
  • Medizinische Notversorgung der Betroffenen
  • Basismedizinische Versorgung
  • Mobile Kliniken
  • Verteilung von Utensilien des täglichen Lebens
  • Verteilung von Hygieneartikeln
  • Aufbau von Schulen
  • Aufbau und Leitung von Kliniken
  • Leitung eines Flüchtlingslagers
  • Lieferung oder Finanzierung von Medikamenten
  • Lieferung oder Finanzierung von medizinischen Bedarfsgütern
Partner

Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland, CHF, Children First e.V., ESFA, Kindernothilfe e.V., Operation Blessing, UNICEF, USAID, World Vision, CARE Suisse, Saudischer Roter Halbmond, UNDP

Bis zu zwei Millionen Menschen vertrieb der jahrelang andauernde Bürgerkrieg im nordostafrikanischen Sudan aus ihren Heimatregionen. Riesige Flüchtlingslager waren auf der Flucht vor Verfolgung und brutaler Gewalt die einzige Möglichkeit für die Bevölkerung in der Provinz Süd-Darfur, Schutz zu finden.

Die Not der Menschen gab den Ausschlag für humedica, medizinische Teams in die Stadt Nyala zu schicken, um den Binnenflüchtlingen in den Camps der Umgebung die dringend benötigte Hilfe zukommen zu lassen.

Aus diesem ersten, überschaubaren Einsatz entwickelte sich eines der umfangreichsten und langfristigsten Nothilfeprojekte in der Geschichte von humedica.

In insgesamt fünf Camps im Großraum Nyala waren bis zu 150.000 Flüchtlinge untergebracht. Während des sechsjährigen Einsatzes von humedica in der Region waren zuletzt 350 einheimische und acht internationale Mitarbeiter in den Hilfsprojekten tätig.

Mit einer permanent eingerichteten Geburtsstation und mobilen Kliniken, die die kleineren Lager, ohne eigene Gesundheitsstation anfuhren, leistete humedica lebensnotwendige medizinische Hilfe dort, wo sie den Menschen ansonsten verwährt geblieben wäre.

Aufgrund der dauerhaft kritischen humanitären Lage in Süd-Dafur weiteten wir unser Engagement aus auf die Stadt Kass, in der weitere 80.000 Sudanesen vor den Konflikten und Unruhen in ihrem Land Zuflucht gefunden hatten.

Hier übernahm humedica die Ambulanz im örtlichen Krankenhaus und baute zusätzlich eine weitere Basisgesundheitsstation auf. Nachhaltig angelegt, gewährleistete sie auch in Zukunft eine zuverlässige medizinische Anlaufstelle.

Diverse Hilfsflüge und Containerlieferungen stellten während der sechs Jahre des Einsatzes im Sudan eine kontinuierliche Versorgung der Ambulanzen und Krankenhäuser mit Medikamenten und medizinischem Bedarf sicher. Dazu kamen Verteilungen von umfangreichen Hilfsgütern an Flüchtlingsfamilien überall dort, wo es am Notwendigsten fehlte.

Zahlreiche Workshops wurden abgehalten, um die Kompetenzen des einheimischen Personals zu verbessern und somit die Qualität der Betreuung und Behandlung von Kranken und Verletzten zu steigern.

Geschätzten 1,1 Millionen Patienten in den Flüchtlingslagern kamen die Hilfsbemühungen von humedica am Ende zugute.

Nach der Ausweisung mehrerer Hilfsorganisationen aus der Krisenregion, stand humedica vor der Herausforderung, die entstandenen Lücken in der Versorgung zu schließen. In der Folge übernahmen humedica-Mitarbeiter die Verantwortung und die Koordinierung der internationalen Hilfsmaßnahmen, insbesondere in dem Flüchtlingslager Al Salam, bei Nyala.

Besondere Aufmerksamkeit galt daneben auch der Schulbildung der Flüchtlingskinder. Mit dem Bau oder der Renovierung von 40 Schulgebäuden erhielten insgesamt 9.000 Jungen und Mädchen die Möglichkeit an grundlegenden Lehrprogrammen teilzunehmen und somit die Chance, trotz der widrigen Umstände, eine Perspektive für ihre Zukunft zu erhalten.

Nach gründlichen Vorbereitungen wurden die humedica-Projekte so weit in die einheimischen Strukturen eingebunden, dass sie auch nach Beendigung unseres Engagements im Sudan nachhaltig weitergeführt werden konnten.

Hilfe und Hoffnung über sechs Jahre und darüber hinaus bedeutete der Einsatz von humedica für die Familien - Kinder, Frauen und Männer - in ihrer aussichtslosen Lage während des Bürgerkriegs im Sudan.

Quelle: https://humedica.togis.com/projekte/sudan/fluechtlingshilfe-darfur/index_ger.html

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