Fluthilfe Benin
Hilfsgüterverteilung Medizinische Not- und Katastrophenhilfe
Wenige Tage nachdem sich der Botschafter von Benin in Deutschland, S. E. Isidore Bio, mit einem Hilfeersuchen an humedica gewendet hatte, erreichte unser erstes medizinisches Team das westafrikanische Land.
Regenfälle, wie sie seit Jahren nicht mehr aufgetreten waren, hatten zu starken Überschwemmungen in vielen Provinzen im Süden des Landes geführt.
Etwa 300.000 Menschen verloren in den Fluten ihr gesamtes Hab und Gut, tausende Häuser und ein großer Teil der Ernte wurden von den Wassermassen zerstört.
Als erste Maßnahme brachten humedica-Ärzte und Pflegekräfte mit mobilen Kliniken medizinische Hilfe zu den Betroffenen in entlegenen ländlichen Gebieten. Mehrere tausend Patienten, hauptsächlich Frauen und Kinder, konnten so in verschiedenen Ortschaften und Flüchtlingslagern behandelt werden.
Oftmals stellte sich dabei heraus, dass humedica die einzige Organisation war, die in den Lagern tatsächlich Hilfe leistete.
Über die medizinische Versorgung hinaus erhielten die Flüchtlinge auch Hilfe durch sogenannte "Non-Food-Items".
Sets mit Decken, Moskitonetzen, Wasserdesinfektionstabletten, Schulmaterial, Seife, Kochutensilien und Werkzeug wurden an die Familien in den Camps verteilt, um ihnen einen, den Umständen entsprechenden, geregelten und sicheren Alltag zu ermöglichen.
Im Anschluss an die Akutphase der Flutkatastrophe erhielten insgesamt 25 Missionskrankenhäuser in den südlichen Provinzen umfangreiche Lieferungen an wichtigen Medikamenten.
Die ausgesuchten Krankenhäuser kümmern sich insbesondere um Kranke und Bedürftige in den ländlichen Regionen. Die kostenfreie Abgabe der Arzneimittel sollte sicherstellen, dass gerade die Menschen betreut werden können, die ansonsten kaum oder keinen Zugang zu medizinischer Versorgung haben.
Quelle: https://humedica.togis.com/projekte/benin/fluthilfe-benin/index_ger.html
Berichte zu diesem Projekt (12)
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